TU Berlin

Fachgebiet TechnikgeschichteMonographien und Herausgeberschaften

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Publikationen

Hier finden Sie Monographien und Herausgeberschaften, die von den Mitgliedern des Fachgebiets Technikgeschichte seit dem Jahr 2016 veröffentlicht wurden.

Nina Lorkowski: Warmes Wasser – Weiße Ware. Energiewende im Badezimmer 1880-1939 (i.E.)

Lupe

Die Arbeit untersucht den Wandel der Energienutzung im Privathaushalt am Beispiel der Körperpflege in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen dabei Geräte zur Warmwasserbereitung, die als Bestandteil komplexer Ordnungen wie Wohnen und Energieversorgung untersucht werden. Die Autorin nimmt dabei einen Zeitraum in den Blick, als in Deutschland weder Badezimmer noch moderne Geräte zur Warmwasserbereitung bereits massenhaft im Haushalt Verbreitung gefunden hatten. Doch wurden Anwendungsmöglichkeiten für den privaten Haushalt diskutiert und ausprobiert. Auch flossen die ersten Erfahrungen von Nutzern in die Entwicklung von Geräten oder Konzepten für den Massenwohnungsbau ein. Durch die Einbeziehung von Egodokumenten und weiteren Hinweisen auf die Aneignung der Geräte im Privathaushalt kann die Weiterentwicklung insbesondere der elektrischen Warmwassergeräte als Aushandlungsprozess zwischen Herstellern, Energieversorgungsunternehmen und Nutzern beschrieben werden.

Stefan Krebs und Heike Weber (Hg.): The Persistence of Technology. Histories of Repair, Reuse and Disposal

Lupe

Erscheint 2021.

Repair, reuse and disposal are closely interlinked phenomena related to the lives and persistence of technologies. When technical artefacts become old and outworn, decisions have to be taken: is it necessary, worthwhile or even possible to maintain and repair or to reuse or dismantle them – or must one dispose of them? These decisions depend on factors such as the availability of second-hand markets, repair infrastructures and dismantling or disposal facilities. Telling the stories of, among others, China's power grid, Colombian roads, American telephones, German automobiles and India's ship breaking business, the contributions in this volume stress the long lives of technologies and show that maintenance and repair are not obsolete in modern industries and consumer societies.

Martina Heßler und Heike Weber: Provokationen der Technikgeschichte. Zum Reflexionszwang historischer Forschung, 2019

Lupe

Technisierungsprozesse verändern derzeit die Lebenswelt in einer Weise, wie es zuvor nur der Industrialisierung attestiert wurde. Diese Herausforderungen der Gegenwart provozieren die historische Technikforschung, neue und große Fragen zu stellen.
Im Sinne einer gegenwartsorientierten Geschichtsschreibung kann Technikgeschichte nur dann zu aktuellen Debatten beitragen, wenn sie sich dem Zwang zur kritischen Reflexion stellt und neue Konzepte, Herangehensweisen und Untersuchungsfelder entwickelt. Der Band macht daher Vorschläge zur Erforschung von Digitalisierungs- und Globalisierungsprozessen sowie zur Reflexion des Menschseins in einer technisierten Welt. Weiter nimmt der Band zur Ausrufung des Anthropozäns und zur Problematik der unterschiedlichen Temporalitäten von Technik Stellung.

https://www.schoeningh.de/katalog/titel/978-3-506-79233-4.html

Günther Luxbacher: Durchleuchten und Durchschallen. Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung von 1933-2018, 2019

Lupe

Seit Urzeiten prüften Menschen die von ihnen verwendeten Roh- und Werkstoffe in zerstörender sowie in nicht zerstörender Weise. Aber erst mit der Industrialisierung im 19. und frühen 20. Jahrhundert stiegen diese beiden Zweige der Materialprüfung und Werkstofftechnik zu eigenständigen technikwissenschaftlichen Disziplinen auf. Mit der Entdeckung der Röntgenstrahlen und der Weiterentwicklung brauchbarer Röntgenröhren erhielt die Zerstörungsfreie Prüfung im frühen 20. Jahrhundert eine industrielle Basis.
Im vorliegenden Buch werden die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die wichtigsten Verfahren geschildert, mit denen Prüfingenieure im 19. und 20. Jahrhundert zu tun hatten. Außerdem wird beschrieben, wie sich diese Techniker im weltweit ersten technisch-wissenschaftlichen Verein organisierten: Der Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung DGZfP.

https://www.hanser-fachbuch.de/buch/Durchleuchten+und+Durchschallen/9783446459212

Christian Zumbrägel: Viele Wenige machen ein Viel, 2018

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Die Wassermühle mit Wasserrad ist heute noch vom Mythos einer vorindustriellen Form der Energiegewinnung umsponnen. Tatsächlich jedoch blieben diese „alten“ Antriebstechniken an vielen Bächen mindestens bis in die Zwischenkriegszeit der wichtigste Kraftspender. Diese „old technologies“ (David Edgerton) der Wasserkrafttechnik wurden mit der Verwissenschaftlichung im Turbinenbau und der Elektrifizierung nicht obsolet. An vielen Wasserläufen in den südwestfälischen Mittelgebirgen lagen Einsatzbedingungen vor, die den Betreibern kleiner Hammerwerke oder Drahtrollen noch lange aus praktischen Gründen die Beibehaltung ihrer „alten“ Wasserräder nahelegten. Diese Technik-, Umwelt- und Wissensgeschichte der Kleinwasserkraft fragt nicht wie oft üblich nach dem Neuigkeitsgrad des technischen Wandels, sondern nach der Beständigkeit des Alten und Traditionellen.

https://www.schoeningh.de/katalog/titel/978-3-506-78746-0.html

Stefan Krebs, Gabriele Schabacher und Heike Weber (Hg.): Kulturen des Reparierens. Dinge – Wissen – Praktiken, 2018

Lupe

Reparieren und Instandhalten sind ökonomisch wie kulturell zentrale Praktiken im »Leben« technischer Dinge und Infrastrukturen.

Der Band rückt diese bislang wenig untersuchten Tätigkeiten in den Vordergrund und fragt nach den Wissensformen der unterschiedlichen Kulturen des Reparierens. Die Expertisen und politischen Ambitionen menschlicher Akteure finden dabei ebenso Berücksichtigung wie die Eigendynamik der Dinge. Die Beiträge untersuchen Praktiken wie die Uhr- oder Computerreparatur sowie Räume wie die Wohnung und das Krankenhaus, das Repair Café und die Stadt des Globalen Südens. Nicht zuletzt geht es um die Frage, inwiefern Reparieren und reparaturfreundliches Design zu mehr Nachhaltigkeit beitragen können.

Open Access

Massimo Moraglio: Driving Modernity. Technology, Experts, Politics, and Fascist Motorways, 1922-1943, 2017

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On March 26th, 1923, in a formal ceremony, construction of the Milan–Alpine Lakes autostrada officially began, the preliminary step toward what would become the first European motorway. That Benito Mussolini himself participated in the festivities indicates just how important the project was to Italian Fascism. Driving Modernity recounts the twisting fortunes of the autostrada, which—alongside railways, aviation, and other forms of mobility—Italian authorities hoped would spread an ideology of technological nationalism. It explains how Italy ultimately failed to realize its mammoth infrastructural vision, addressing the political and social conditions that made a coherent plan of development impossible.

Open Access

Dirk Forschner und Lie Sun: German Steam Lokomotives in China Production and operation of German steam locomotives in China from 1892 until 1985, 2017

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“German Steam Locomotives in China” - in Chinese and English - offers not only a complete statistic about all in Germany manufactured locomotives between 1992 and 1955 exported to China; furthermore it presents a survey of the technical adaptations , carried out during the operation period of the locomotives. Germany in total manufactured more than 550 locomotives for the various railway companies in China, the first locomotive by Herschel &Sohn in Kassel in 1892 and the last by Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg, the successor of Orenstein & Koppel in 1955. Within presenting the life of the engines in China, there are rare stories to tell, like the Krupp “Santa Fe” type locomotives, manufactured for the Lunghai Rly and ending up in the Iran, working on the Trans Iran Rly up to the 1960ies.

Rare historic photographs and manufacturing statistics give detailed information on the history of technology of Chinese railways and German Locomotive export.

https://www.aolifo.de/de/chinesische-wirtschaft-recht/dirk-forschner-german-steam-locomotives-in-china-production-and-operation-of-german-steam-locomotives-from-1892-until-1985-chinesisch-englisch-isbn-9787113238018.html

Günther Luxbacher: DIN von 1917 bis 2017. Normung zwischen Konsens und Konkurrenz im Interesse der technisch-wirtschaftlichen Entwicklung, 2017

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Ob Schrauben, Stecker oder Software: DIN-Normen bestimmten seit hundert Jahren die Welt von Gewerbe, Industrie, Handel und Dienstleistung. Das Zeichen DIN bürgt für sichere, vergleichbare, verlässliche und kompatible Produkte. Unabhängige Studien besagen, dass Normen allein für Deutschland einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen zwischen 15 und 20 Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaften und wachstumsstabilisierend wirken.Genormt wurde bereits im 19. Jahrhundert innerhalb der Produktionsstätten (Werksnorm) sowie überbetrieblich auf der Ebene von Wirtschaftsverbänden (Verbandsnorm) und Branchen (Branchennorm). Darauf aufbauend begann das Deutsche Institut für Normung (damals noch Deutscher Normenausschuss) 1917 mit der Erarbeitung von Normen.Die historische Studie schildert die schwierigen Anfänge des DIN, das sich als eingetragener Verein jahrzehntelang gegen gesellschaftliche Widerstände und zahlreiche Konkurrenten durchsetzen musste. In der Phase des Nationalsozialismus balancierte das Institut zwischen den Zwängen von Rassen- und Kriegswirtschaft und der Aufrechterhaltung industrieller Selbstverwaltung. Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte das DIN den einzigen technisch-wissenschaftlichen Verein dar, der in allen vier Besatzungszonen aktiv werden durfte. Ein bis heute durchgehaltener Modernisierungskurs machte aus einem der ersten europäischen Normeninstitute einen Eckpfeiler deutschen Wirtschaftswachstums und das erfolgreichste Normeninstitut weltweit.

https://www.beuth.de/de/publikation/din-von-1917-bis-2017/277039570

Frank Dittmann und Günther Luxbacher (Hg.): Geschichte der elektrischen Beleuchtung, 2017

Lupe

Elektrifizierung und Elektrotechnik waren die Grundvoraussetzungen für die moderne Nutzung von elektrischem Licht. Umgekehrt bot die elektrische Beleuchtung ein ausgesprochen populäres Medium zur Erweiterung des Wirkungskreises des großtechnischen Systems von Stromnetz und Elektroindustrie. Elektrisches Licht wurde und wird als quasi sichtbar gemachte Elektrizität empfunden. Seine Wirtschaftlichkeit, Distributionsfähigkeit, Sicherheit, Reichweite, aber auch seine visuelle Vielfalt und Modulierbarkeit machte es zu einem praktisch brauchbaren aber auch kulturell und ästhetisch wirksamen Medium des Zeitgeistes. Dabei lösten einander Lampen- und Leuchtenarten nicht ab, sondern ergänzten sich vielmehr in unterschiedlichen technischen Kombinationen und Einsatzfeldern. Die technische Entwicklung von Bogenlampen, Glühlampen, Leuchtstofflampen, Gasentladungslampen bis hin zu den neuen LEDs ist ebenso Thema dieses Buches, wie deren Wechselbeziehung mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Teilsystemen. Die zweckbezogene Zurichtung von grundlegenden Beleuchtungstechniken in Verbindung mit der spezifischen Kultur dieser Teilsysteme brachte die wissenschaftliche Disziplin der Lichttechnik hervor. Diese Konstellation stieß die Entwicklung von Produkten wie Scheinwerfern, Taschenlampen, Leselampen, Schwarzlicht, Suchlicht und Flutlicht an. Gleichzeitig generierte sie Begriffe wie Festbeleuchtung, Konturenbeleuchtung, Lichtwerbung, Lichtkunst aber auch Verdunkelung oder Lichtverschmutzung.

https://www.vde-verlag.de/buecher/504355/geschichte-der-elektrischen-beleuchtung.html

Simone Fari und Massimo Moraglio: Peripheral Flows, A Historical Perspective on Mobilities between Cores and Fringes, Newcastle upon Tyne, 2016

Lupe

The main purpose of the eleven contributions to this volume is to reconsider and re-assess the role of cores and peripheries in shaping modern socio-technical systems. From this perspective they explore a terrain of highly complex systems mainly operating on the so-called Western model: Railways, telegraphs, motor vehicles and airports were, in fact, all born in classic cores areas in the West and then spread out into the peripheries. The approach in itself is not new, but this volume has managed to bring out interestingly innovative elements and viewpoints. The contributors are not content with the traditional definitions of peripheries and flows, but tend to put them to the test, revise them and eventually offer critiques. The result is a tempering of the monolithic and traditional concept of a one-way transfer. No longer, therefore, a simple and linear act of adoption, but a recourse to adaptation – changes in meaning, use and perception. The volume is a starting point for future explorations on the subject of science and technology studies and takes part in a wider discussion of globalisation, global and transnational history.

https://www.cambridgescholars.com/peripheral-flows

Sonja Eismann und Nina Lorkowski: Fair für alle! Warum Nachhaltigkeit mehr ist als nur „bio“, 2016

Lupe

Wir tragen Klamotten, die in weit entfernten Ländern produziert werden. Entsorgen unseren Müll auf Deponien, die nicht mal auf unserem Kontinent liegen. Greifen in Konflikte ein, die irgendwo auf der Welt stattfinden.Wie hängt all das zusammen und welche Rolle spielt dabei unser eigenes Handeln? Nur wenn wir diese Zusammenhänge verstehen, können wir Nachhaltigkeit als etwas begreifen, das mehr ist als das Bio-Label im Supermarkt.

www.beltz.de/kinder_jugendbuch/produkte/produkt_produktdetails/32361-fair_fuer_alle.html

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