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TU Berlin

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Studienalltag

Absolvent_innen über Technikgeschichte an der TU Berlin

Warum Technikgeschichte an der TU studieren?

 

"Nach meinem Bachelor in Geschichte und Philosophie habe ich einen Master gesucht, der über die Grenzen gängiger Politik- und Kulturgeschichte hinausführt. Technik hat mich bereits vor dem Studium  beschäftigt. Der Master an der TU Berlin ist es geworden, weil mir die interdisziplinäre Aufstellung des Studiengangs gut gefallen hat. Technikgeschichte verstehe ich in unserer heutigen, technisch konstituierten Welt als Schnittstellenfach zwischen Geisteswissenschaften einerseits und Ingenieur- bzw. Naturwissenschaften andererseits. Ich glaube zwar nicht an eine scharfe Trennung zwischen diesen vermeintlichen 'zwei Welten', ich finde aber, es gibt noch viel zu wenig Reflexion darüber, wie Technik unsere Welt beeinflusst und wir umgekehrt Technik prägen. Beruflich ist es als Geisteswissenschaftler stets schwierig abzuschätzen, wohin die Reise geht. Aus dem klassischen Historiker-Kanon Uni/Museum/Archiv scheint mir ein technisches Museum die realistische Berufsperspektive,  aber auch in der Wirtschaft werden Menschen gebraucht, die zwischen naturwissenschaftlich-technischen und geistes- und sozialwissenschaftlichem Denken und Handeln vermitteln." Frank Zwintzscher

 

"Nach meinem Bachelorstudium in Wissenschaftsjournalismus war ich auf der Suche nach einem passenden anschließenden Masterstudiengang, der die Interdisziplinarität meines Bachelors in gewisser Weise fortführen kann, aber nicht unbedingt Medien- oder Kommunikationswissenschaft enthält. So stieß ich eher zufällig online auf den Master „Geschichte und Kultur der Wissenschaft und Technik“. Für mich als Wissenschaftsjournalistin, die bereits in dem Beruf arbeitet, bietet der Studiengang interessante neue Zugänge zu Themen aus der Naturwissenschaft und Technik. Immer mal wieder lassen sich Forschungsfragen aus der Technikgeschichte zu einem spannenden Artikel ausbauen. So plane ich, bald einen Artikel über das Kultobjekt Fahrrad zu schreiben, in dem der technikgeschichtliche Hintergrund sicher nicht zu kurz kommen wird." Helena Wittlich

 

"Nach meiner Schreinerlehre stand ich vor der schwierigen Frage, entweder meinem Interesse an Kulturwissenschaften in einem Studium nachzugehen, oder die Schreinerei in irgendeiner Form fortzuführen. Nach einer sorgfältigen Online-Recherche erschien mir der Bachelorstudiengang 'Kultur und Technik' mit dem Schwerpunkt Wissenschafts- und Technikgeschichte (WTG) als der perfekte Kompromiss. Inzwischen hat mich die WTG so in den Bann gezogen, dass ich mich entschieden habe, auch den anschließenden Master 'Geschichte und Kultur der Wissenschaft und Technik' zu studieren. Besonders die Geschichte des Handwerks, die Rolle von praktischem Wissen, die Übergänge zwischen Wissenschafts- und Technikgeschichte und genderspezifische Fragen in der WTG interessieren mich. Ein Studium der Technik- oder Wissenschaftsgeschichte verhilft nicht zu einem klaren Berufsziel… aber es verhilft zu erheblichem Reflexionsvermögen.“ Agnes Bauer

 

 

Reisen in die Geschichte der Technik

Exkursion Griechenland, WS 2015/16: Löwentor der Burg von Mykene, erbaut um 1400 vor Christus.
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Exkursion Griechenland, WS 2015/16: Tempel der Athena Nike auf der Akropolis in Athen, 5. Jahrhundert v. Chr.
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Das Exkursionsprogramm des Fachgebietes Technikgeschichte

„Die menschliche Natur ist reiselustig und nach Neuem begierig!“
Gaius Plinius Secundus, 23 – 79 n.Chr. (n.h. XVII, 66)

Schon die Römer reisten gern. Nicht nur, um Sommertage auf dem Lande oder am Meer zu verbringen, auch der Bildung wegen. Sie bestaunten die Weltwunder der Antike, besuchten die Philosophen in Griechenland oder besichtigten Stätten historischer Ereignisse. Die Welt zu „erfahren“ ist eine alte Leidenschaft des Menschen. Dabei war das Reisen nie so leicht und bequem wie heute. Beklagte Gaius Plinius Caecilius, der Neffe des oben Zitierten,  noch „Staub“ und „glühende Sommerhitze“ auf den römischen Landstraßen (Briefe IIX,1), bringen uns heutige Verkehrsmittel schnell und bequem, meist sogar klimatisiert, an jeden Punkt der Welt - Auch das ist ein Thema für Technikhistoriker. Genug gute Gründe also, um in den Semesterferien auf Reisen zu gehen.

Die Themen und Ziele der Exkursionen zur Technikgeschichte sind vielfältig. Den Schwerpunkt bildet das klassische Altertum, denn Griechenland oder Rom liegen uns nicht nur zeitlich fern, sondern auch räumlich. Sogar das gewaltige Imperium Romanum endete an Rhein und Donau. So lädt die Suche nach den archäologischen Resten der antiken Kulturen unweigerlich zum Reisen ein. Dabei gilt das Interesse Bauwerken und Bautechnik, Wasserleitungen, Straßen und Häfen oder Handwerk und Gewerbe.

Die Exkursionsreihe in die Antike unterbrechen Fahrten zur Technikgeschichte der Neuzeit. Auch dabei stehen Themen im Mittelpunkt, die sich in Berlin oder Deutschland schlecht betrachten lassen. So führt die Geschichte des globalen Verkehrs eher in die Niederlande oder nach Großbritannien oder die Suche nach den Wurzeln der Industrialisierung eher in den Norden Englands. Einen neuen Ansatz stellen Exkursionen zur Technikgeschichte einzelner Nationen oder Regionen dar. Die erste Exkursion dieser Art führte im Wintersemester 2014/15 nach Paris.
        
Die Exkursionen der Technikgeschichte gelten formal als Seminare und dauern zwischen 9 und 12 Tagen. Sie stehen Bachelor- und Masterstudenten gleichermaßen offen. Die üblichen Studienleistungen können durch Teilnahme sowie Vorträge und Hausarbeiten erbracht werden. Teilnehmen können Studenten aller Fakultäten und Studienrichtungen. Aus organisatorischen Gründen erfolgen die Fahrten stets in der vorlesungsfreien Zeit.

Für Fragen zu den Exkursionen des Fachgebietes Technikgeschichte wenden Sie sich bitte an: Dr. Thomas Kirstein.

Praxisorientierte Proseminare

Theorieunterricht an der Maschine mit Teilnehmern des Proseminars Kolbendampfmaschine, Vorstellung der Einzelteile der Zweizylinderverbunddampfmaschine.
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Praxisunterricht im Proseminar Kolbendampfmaschine, Fahrübungen.
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Praxisunterricht im Proseminar Technische Spielwaren, Betriebstag der Märklin Spur I mit einem Landbahnhof, Signaltechnik mit Einfahrts- (überwacht mit Zugbeeinflussung) und Ausfahrtssignal, Atlantik-Lokomotive der North British Railways mit Westinghouse
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Kontakt zum FG Technikgeschichte

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Sekretariat H67
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin

Raum: H 2049 (Hauptgebäude, Altbau)

Telefon: +49 (0)30 314 24068